Zwischen Sinnfragen und Bewältigungsstrategien

Zwischen Sinnfragen und Bewältigungsstrategien 

„New Work ist doch nur die Übersetzung von Arbeiten 4.0“, so ein häufiger Kommentar, mit dem wir in Business Trainings, Business Coachings oder in der Beratung konfrontiert werden. Bestärkt durch „steht ja auch auf ganze vielen Internetseiten so“.

Uhhh, da sträuben sich mir doch echt die Nackenhaare und der gute Frithjof Bergmann (leider im Mai letzten Jahres verstorben) würde sich höchstwahrscheinlich im Grabe rumdrehen.

Aber von vorne.

Stimmt, die beiden Begriffe haben tatsächlich etwas miteinander zu tun, sind aber keine Synonyme.New Work mit Begründer und Urvater Frithjof Bergmann findet seine Anfänge in den 70ern und ist in der Kurzfassung „ARBEIT, die man wirklich, wirklich will“ mit den drei wesentlichen Punkten Autonomie, Freiheit und Partizipation.

Und Arbeiten 4.0? Naja, es gibt sicher einige Merkmale, wie unser Arbeiten in der Industrie 4.0 (dem Handwerk 4.0, dem Handel 4.0 und der Dienstleistung 4.0) aussehen wird, aber wir befinden uns alle noch mitten im Prozess, in Arbeitsformen und Arbeitsverhältnissen die Errungenschaften der Industrie 4.0 und somit die digitale Transformation umzusetzen.

Digitalisierung, Globalisierung und Individualisierung sind dabei ebenso Einflussfaktoren auf Arbeiten 4.0 wie die globalen Megatrends und natürlich auch die Prinzipien von New Work.

Wo liegt also die Verbindung? Bei New Work geht es vorrangig um eine Sinn- und Wertefrage, wohingegen Arbeiten 4.0 eher auf die Bewältigung der digitalen Transformation abzielt, die natürlich auch die Sinn- und Wertefragen mit einschließt.

Und warum schreibe ich darüber? Naja, unter anderem auch, weil wir sehr bewusst für Training-Concepts den Leitsatz „New Work Perspective“ gewählt haben und unser Fokus auf Menschen und Sinn liegt und nicht auf reiner Umsetzung von digitalen Errungenschaften 😉

Einen sinnbehafteten Tag wünscht
Petra vom Training-Concepts-Team