Wenn einer geht…

Wenn einer geht und einer bleibt 

Heute geht es mal nicht um ein Thema rund um „New Work Perspektive“, sondern um „New Life Perspective“.

Aber von vorne.  In einem Trainerkolleginnen-Gespräch ging es kürzlich um einen Terminkonflikt. Ein Arbeitstermin, der mit einem Termin für eine Trauerfeier zusammenfiel.
Diese Situation hatte ich im April diesen Jahres schon einmal und habe mich für die Trauerfeier – um Abschied zu nehmen – entschieden.
Im aktuellen Fall war das auch überhaupt keine Frage, aber …. meine liebe Kollegin Kim erzählte, dass Sie mit ihrer Freundin Natalie – einer Fotografin – einen Foto-Blog und einen Podcast mit dem Thema „Einergehteinerbleibt“ eingerichtet hat und dort mit den „Gebliebenen“ anhand von sechs Fragen über den „Gegangenen“ und den „Gebliebenen“ berichten.

An wen erinnern wir uns heute?
Was ist passiert?
Was hat es mit Dir gemacht?
Was hat Dir geholfen?
Was hat Dir nicht geholfen?
Was machst Du jetzt mit Deinem Leben? 

Wer sensationslüstige Berichterstattung erwartet, ist hier komplett falsch. Es sind Geschichten von Menschen.

Zugegeben, ich bin eher der Lesetyp und kein Podcast-Mensch, aber…ich habe direkt mehrere Geschichten nacheinander angehört.

Warum ich das heute zum Thema mache, hat mehrere Gründe:

  1. In den letzten Wochen hat der/die ein oder andere aus dem Training-Concepts-Team einen nahe stehenden Menschen (Kollege, Freund, Nachbarn verloren und wusste vielleicht auch nicht so recht, wie mit den „Gebliebenen“ umzugehen ist).
  2. Jeden von uns wird der Tod in der ein oder anderen Form ereilen (ich weiß auch gar nicht, ob ich EWIG leben wollte, aber keine Sorge, ich lebe sehr gerne ;-)). Und dies ist im wahrsten Sinne des Wortes ein TODGESCHWIEGENES Thema oder es geht fast ausschließlich nur um den „Gegangenen“ und nicht um die, die geblieben sind und eine neue/andere Lebensperspektive entwickeln wollen oder müssen.
  3. Ich fand insbesondere die Antworten auf die Fragen: „Was hat Dir geholfen?“ und „Was hat Dir nicht geholfen?“ erhellend, um vielleicht der Hilflosigkeit im Umgang mit den „Gebliebenen“ eine neue Richtung geben zu können.
  4. Kürzlich bin ich zufällig beim Durchschalten durch die Fernsehprogramme (ich schaue eigentlich gar kein Analog-Fernsehen) auf eine Sendung gestoßen, bei der es um „Informationsflut“ und „Informationskonfetti“ ging. Bei der ganzen Flut von Negativinformationen braucht eine positive Initiative mehr Raum.
  5. Ich finde die freiwillige, unbezahlte Initiative (ja, da mache ich echt gerne Werbung für, worum die beiden mich gar nicht gebeten haben!) von Kim und Natalie tief berührend und bin der Meinung, die benötigt eine größere Aufmerksamkeit (weil sie sicher auch vielen anderen etwas gibt).

Und warum kein 3D-Männlein mit „Rest in Peace“, sondern ein Rucksack? Tja, das ist einer Podcast-Folge gewidmet, wo jemand Trauer wie einen Rucksack beschrieben hat, den man ab dem Zeitpunkt immer auf dem Rücken hat; mal mit schweren Steinen und mal etwas leichter“.

Liebe Kim, liebe Natalie, vielen Dank für Eure Arbeit (die Ihr hier finden könnt)

Petra für das gesamte Training-Concepts-Team

 

 

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