Nobody is perfect

Nobody is perfect! Oder doch?!? 

Neulich hat mir meine Frau ein Quiz zum Thema „innerer Perfektionist“ weitergeleitet. Gemäß der Auswertung der Quiz-Fragen bin ich ein „moderater Perfektionist“, was immer das nun heißen mag.

Das hat mich nachdenklich gemacht. Ich habe mir die Frage gestellt, ob Perfektionismus eigentlich per se etwas Schlechtes ist.

Ich denke, man muss das differenziert betrachten: 

  • Hemmender Perfektionismus
    Da gibt es diesen Perfektionismus, der eigene, innere Werte und Ansprüche befriedigt aber nicht unbedingt zur Erreichung eines gesetzten Ziels erforderlich ist. Er kostet viel Zeit, mindert die Effizienz und ruft dadurch ein Gefühl der Unzufriedenheit hervor.
  • Notwendiger Perfektionismus
    Perfektionismus ist aber nicht immer unangebracht. Oder möchtet Ihr z.B. mit einem Flugzeug fliegen, dessen Steuerungs-Software nach der Maxime „80%-Lösung reicht“ erstellt worden ist? Immer dort, wo jedes Prozent unterhalb des Optimums eine Gefahr für Leib und Leben oder immensen wirtschaftlichen Schaden bedeuten könnte, ist ein gesunder Perfektionismus nicht nur angebracht sondern notwendig.
  • Perfektionismus als Motivator
    Und dann sehe ich da noch eine dritte Art von Perfektionismus, die Zeit frisst, nicht zwingend notwendig wäre aber trotzdem wahnsinnig Spaß machen kann und dabei sogar als Antrieb und Motivation funktioniert.
    Ein Beispiel: Viele von Euch kennen vielleicht das Miniatur-Wunderland in Hamburg. Die größte Modelleisenbahn-Anlage der Welt. Doch Größe das ist gar nicht das, was die Magie dieser Attraktion ausmacht. Es ist vielmehr dieser verrückte, ins Extrem getriebene Perfektionismus, mit dem alles gestaltet ist und der immer neue Entdeckungen auf der Anlage ermöglicht. So gibt es fahrende Autos, deren Beleuchtung korrekt funktioniert (Scheinwerfer, Blinker, Bremsleuchten), Tankstellen zeigen die exakten gegenwärtigen Preise ihres Vorbilds an, im unterirdischen Bahnhof unter dem voll funktionsfähigen Flughafen zeigen winzige LCD-Anzeigetafeln exakt den Flugbetrieb an, der oben auf dem Flugfeld gerade stattfindet und, und, und… Ihr merkt schon – es begeistert mich schon wieder beim Schreiben…! 😊

Was ist nun die Quintessenz dieser Gedanken?

Ich denke, dass es gerade auch beim mobilen Arbeiten eine wichtige Kompetenz ist, hier richtig differenzieren zu können – notwendigen Perfektionismus walten zu lassen wo es angebracht ist, hemmenden Perfektionismus zu vermeiden und sich hin und wieder ein Stückchen vom motivierenden Perfektionismus zu gönnen. Und das ist leider – wie ich auch selbst immer wieder merke – leichter gesagt als getan!

Euer Ottmar vom Training-Concepts-Team 

 

 

#trainingconcepts #newworkperspective #fruitforthoughts #newwork #leadership #digitalization #change #changemanagement #culture #culturalchange #Denkanstoß #neuearbeitswelt #arbeitswelt40 #Führung #Digitalisierung #Veränderung #Veränderungsmanagement #Kultur #Kulturwandel #Homeoffice #mobilesarbeiten #Spass